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Skandalfirma Spanghero: "Wir haben Rindfleisch geliefert"

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Skandalfirma Spanghero: "Wir haben Rindfleisch geliefert"

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Im Pferdefleischskandal will die französische Firma Spanghero ihre Unschuld beweisen.
Barthelemy Aguerre, Chef des Unternehmens im Südwesten des Landes, sagte: “Ich glaube, die Regierung hat vorschnell gehandelt.”

Frankreichs Verbraucherschutzminister Benoit Hamon hatte dem Unternehmen vorgeworfen, wissentlich Pferdefleisch aus Rumänien verarbeitet und als Rindfleisch deklariert zu haben.

Marketing-Direktor Christophe Giry:

“Wir haben Rindfleisch geliefert, wir haben Rindfleisch gekauft, Rindfleisch verkauft. Natürlich gibt es Dinge, die uns entgangen sind. Wir haben die Verantwortung, und die übernehmen wir auch. Aber ich meine, die Zulassung einzufrieren und eine Firma abzuwürgen – das ist unverhältnismäßig.”

Die Fleischfirma in der Nähe von Toulouse besteht seit 1970 und hat rund 300 Mitarbeiter. Bis auf Weiteres haben die Behörden ihr den Fleischverkauf untersagt.

Laurent Spanghero und sein Bruder Claude waren früher Rugbyspieler und fürchten nun um ihren Ruf in der Region. Sie hatten das Familienunternehmen 2009 bis auf 5% an die große baskische Genossenschaft Lur Berri verkauft.

Firmengründer Laurent Spanghero:

“Wir waren 40 Jahre lang die Chefs hier. Wir haben viel geleistet. Wir müssen jetzt zusehen, wie Dummheit unsere Arbeit zerstört. Mein Bruder und ich haben in Stadien auf der ganzen Welt gekämpft. Was werden unsere Kinder und Enkel denken, wenn man ihnen künftig auf der Straße hinterhertuschelt: “Das ist ein Spanghero! “Kann sich einer vorstellen, was uns da passiert?”

Mit AFP, Reuters