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Europaweite Gentests im Pferdefleisch-Skandal

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Europaweite Gentests im Pferdefleisch-Skandal

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Der Pferdefleisch-Skandal nimmt kein Ende, jeden Tag kommen neue Fälle ans Licht. Falsch deklarierte Hackfleischprodukte wurden etwa in irischen Krankenhäusern und in Schulkantinen in Großbritannien entdeckt.

Nach offiziellen Angaben sind mindestens 51 Schulen betroffen. Sie seien mit Cottage Pies beliefert worden, die Pferdefleisch enthielten. Eine Grundschule im Nordwesten des Landes sandte den Eltern der Schüler daraufhin einen Brief, um sie zu informieren. Viele sind entrüstet: “Es ist nicht richtig. Ich finde das ekelhaft und das alles nur, um Geld zu machen. Wenn wir für Rindfleisch zahlen, dann wollen wir das auch haben und nicht irgendetwas anderes,” so eine Mutter.

Neue Zahlen machen das Ausmaß des Lebensmittelskandals deutlich: 750 Tonnen Pferdefleisch aus Rumänien, 45 Millionen Fertiggerichte, 13 betroffene Länder.

Tonio Borg, der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, versuchte zu beschwichtigen:
“Wir sollten keine Panik schüren. Noch deutet nichts darauf hin, dass ein Gesundheitsrisiko besteht. Oft kann es in Fällen wie diesen zu übertriebenen Reaktionen kommen. Solange also keine Beweise vorliegen, sollten wir das als ein Etikettierungsproblem und nicht als ein Gesundheitsrisikoproblem behandeln.”

Europaweite Schnell-Gentests an verarbeiteten Rindfleischprodukten sollen jetzt rasch Klarheit schaffen. Ab sofort sollen 2.250 Stichproben von mutmaßlichen Rindfleischgerichten genommen werden, um herauszufinden, was sie wirklich enthalten.