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Jubel und Skepsis in Venezuela nach ersten Chávez-Fotos

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Jubel und Skepsis in Venezuela nach ersten Chávez-Fotos

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Erstmals hat die venezolanische Regierung am Freitag offizielle Fotos von Staatspräsident Hugo Chávez nach seiner vierten Krebsoperation veröffentlicht. Für seine Anhänger Anlass zu weiteren Solidaritätsbekundungen. Chávez war seit der Operation im Dezember nicht mehr öffentlich gesehen worden. Die spanische Zeitung “El País” hatte sich jüngst mit einem gefälschten Bild des Präsidenten blamiert.

Oppositionsführer Henrique Capriles brandmarkte die Regierung am Freitag erneut als “Lügner”, die Chávez’ wahren Zustand verschleierten.

Ein portugiesischer Immigrant kritisiert: “Es hätten sofort, nachdem die spanische Zeitung das falsche Foto abdruckte, Fotos veröffentlicht werden sollen, damit das Publikum den echten Präsidenten sehen kann.”

Auch eine andere Venezolanerin ist skeptisch: “Nach zwei Monaten präsentiert man uns so ein Foto. Und jeder kennt Chávez. Wenn man sich ins Gesicht blickt, weiß man, wie der andere aussieht. Bei diesen Fotos glaube ich nicht, dass er es ist, das sieht eher wie eine Wachsfigur aus.”

Das tut der Begeisterung manch anderer keinen Abbruch…

Chávez soll wegen Atemschwierigkeiten eine Luftröhrenkanüle tragen, das Sprechen soll ihm schwerfallen. Er konnte wegen seiner Krankheit nicht wie geplant am 10. Januar für seine neue Amtszeit vereidigt werden. Ein Termin für seine Rückkehr aus dem Krankenhaus in Kuba ist weiterhin nicht bekannt.