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Markt soll's richten: G20 gegen gezielte Abwertung und Währungskrieg

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Markt soll's richten: G20 gegen gezielte Abwertung und Währungskrieg

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Die G20-Staaten wollen einen Währungskrieg vermeiden. Bei ihrem Treffen in Moskau sprachen sich die Finanzminister und Notenbanker der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer gegen gezielte Währungsabwertung zum Nutzen der eigenen Exporte aus. Japan steht deswegen in der Kritik.

Hinsichtlich des Tempos der Haushaltskonsolidierung und Strategien zum Schuldenabbau gab es keine Einhelligkeit: Länder wie die USA halten das derzeitige Tempo der Konsolidierung für zu hoch, Deutschland, der EU-Kommission und der EZB geht es hingegen zu langsam.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien machten bei dem Treffen außerdem einen Vorstoß, Steuerschlupflöcher für international agierende Konzerne zu schließen. Unternehmen wie Apple, Amazon oder Google sparen ganz legal Steuern, indem sie ihre Gewinne in Niedrigsteuerländer verschieben und sich so arm rechnen.

Der französische Finanzminister Pierre Moscovici erklärte, Kontext sei heute eine globalisierte Welt mit neuen Investitions- und Kapitalströmen, in der sich neue Geschäftsformen entwickelten – speziell bei der digitalen Wirtschaft. Man müsse sicherstellen, dass diese neuen Geschäftsformen auch ihren gerechten Anteil zahlten, und dass sie nicht internationales und nationales Recht so nutzten, dass sie nirgends besteuert werden.

Die OECD will bis zum Sommer einen Aktionsplan gegen derartige Praktiken vorlegen.