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Berlinale: Der Goldene Bär geht nach Rumänien

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Berlinale: Der Goldene Bär geht nach Rumänien

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Das Sozialdrama “Die Stellung des Kindes” des Rumänen Calin Peter Netzer hat den Goldenen Bären der 63. Berlinale gewonnen. Der Film handelt von einer schwierigen Mutter-Sohn-Beziehung in einer korrupten Gesellschaft.

Der Regisseur erklärte: “Die Geschichte wurde mit meinem Drehbuchautor entwickelt, wir haben über die Beziehungen zwischen uns und unseren Müttern gesprochen, das war der Anfangspunkt und danach kam viel Fiktion mit rein.”

Als bester Schauspieler erhielt der Roma Nazif Mujic aus Bosnien-Herzegowina einen Silbernen Bären für “An Episode in the Life of an Iron Picker”.
Der Laiendarsteller spielt in dem Film Erlebnisse seiner eigenen Familie nach: “Dieser Preis ist nicht nur wichtig für Bosnien, sondern es ist eine Botschaft für alle Roma weltweit. Das was uns passierte, das was in dem Film gezeigt wird, sollte niemand durchmachen. Aus diesem Grund haben wir diesen Film gemacht.”

Bei den Darstellerinnen setzte sich Paulina García durch. In dem Publikums- und Kritikerliebling “Gloria” aus Chile spielt sie eine Frau Ende 50, die noch einmal von der großen Liebe träumt.

Euronews-Journalist Wolfgang Spindler sagte: “Zum ersten Mal gewinnt ein rumänischer Film einen Goldenen Bären. Nach den internationalen Erfolgen von Cristian Mungiu ein weiterer Beweis, dass starke Geschichten aus Rumänien Jurys auf internationalen Festivals überzeugen.”