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Das Kosovo feiert fünf Jahre Unabhängigkeit

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Das Kosovo feiert fünf Jahre Unabhängigkeit

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Das Kosovo feiert fünf Jahre Unabhängigkeit. Am 17. Februar 2008 hatte sich die serbische Provinz vom Mutterland losgesagt.

Knapp hundert Länder haben das Kosovo seitdem als Staat anerkannt, rund die Hälfte der Länder auf der Welt. An genau diesem Tag kam dazu noch Ägypten.

Auch ein unabhängiges Land kann aber immer noch bettelarm sein: Die Wirtschaft ist weitaus schwächer als im europäischen Durchschnitt, vierzig Prozent der Menschen sind arbeitslos.

“Es ist etwas vorangegangen, aber nicht wie erhofft”, sagt ein älterer Mann in der Hauptstadt Pristina. “Hauptsache ist, dass wir frei sind und unsere Meinung sagen können. Aber die Regierung muss mehr tun: Mit der Arbeitslosigkeit ist es schlimm.”

Auch von außen werden Probleme beim Aufbau des neuen Staats deutlich: Mit dem Rechtsstaat laufe es
noch nicht so, und es gebe Probleme mit Korruption,
sagt der Slowene Samuel Žbogar, der Vertreter der EU im Kosovo. Es fehlten noch Gesetze, und Gesetze würden nicht durchgesetzt. Das wüssten die Menschen hier, und das wisse auch die EU.

Und: Das albanisch geprägte Kosovo hat auch noch sein eigenes Problem mit einer abtrünnigen Minderheit – nämlich mit den Serben im Land, die von dem neuen Staat nichts wissen wollen und ihre eigenen Institutionen betreiben. Die EU versucht hier zu vermitteln.