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Retter gesucht: Zypern wählt einen neuen Präsidenten

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Retter gesucht: Zypern wählt einen neuen Präsidenten

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Bedroht vom nahenden Staatsbankrott wählen die Zyprer einen neuen Präsidenten. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht denn auch diesmal die Finanzkrise und nicht eine mögliche Wiedervereinigung der faktisch geteilten Insel.

In den Umfragen führt mit deutlichem Vorsprung der Chef der größten Oppositionspartei, der Konservative Nikos Anastasiades. Er will um jeden Preis einen internationalen Rettungsplan erreichen und dafür auch streng sparen.

Um Platz zwei konkurrieren der von den Kommunisten unterstützte Stavros Malas und der von den Sozialdemokraten unterstützte Giorgos Lillikas.

Manche Demoskopen halten es sogar für möglich, dass der Favorit Anastasiades die absolute Mehrheit schon im ersten Wahlgang erzielt, ansonsten entscheidet die Stichwahl in einer Woche.

Zypern wurde besonders von der Griechenland-Krise in Mitleidenschaft gezogen, viele zyprische Banken haben dort investiert. Seit vergangenem Sommer verhandelt das Land mit IWF, EU und EZB über einen Rettungsplan, es veranschlagt dafür rund 17 Milliarden Euro. Das Geld in der Staatskasse reicht laut Regierung nur noch bis Ende März.