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Arm und misstrauisch: Armenien wählt Präsidenten

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Arm und misstrauisch: Armenien wählt Präsidenten

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Armenien wählt einen neuen Präsidenten. Sieben Kandidaten bewerben sich für das Amt, nach Umfragen keine ernsthafte Konkurrenz für  Amtsinhaber Sersch Sargsjan.
 
Der Wahlkampf in der verarmten Ex-Sowjetrepublik mit rund 3,3 Millionen Einwohnern wurde überschattet von einem Attentat auf den Kandidaten Paruyr Hayrikyan, der mit einer Schussverletzung überlebte – am Wahltag vor vier Jahren waren bei Gewaltausbrüchen zehn Menschen gestorben.
 
Armenien steht in der Region weitgehend isoliert da mit geschlossenen Grenzen zu seinem autoritären Nachbarn Aserbaidschan, aber auch zur Türkei. Offene Grenzen hat das Land nur zum Iran und zur Schwarzmeerrepublik Georgien. Russland hat als Schutzmacht Tausende Soldaten in Armenien stationiert.
 
Abgesandte des Europarates fanden viele Armenier gleichgültig vor, was den Wahlausgang angeht. Dem Wahlakt vertrauten viele nicht.
Der Außenseiter-Kandidat Andrias Ghukasyan protestiert mit einem Hungerstreik gegen die Verhältnisse und gegen den amtierenden Präsidenten. 
 
Armenier verdienen im Schnitt 2.343 Euro im Jahr.
 
 
 
 
Mit Reuters, dpa