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Zypern wählt Präsidenten per Stichwahl

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Zypern wählt Präsidenten per Stichwahl

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Zypern entscheidet am kommenden Sonntag per Stichwahl darüber, wer neuer Präsident des pleitebedrohten Landes wird. In der ersten Runde hatte der Konservative Nikos Anastasiades die nortwendige absolute Mehrheit verfehlt. Auf den zweiten Platz kam der Linkspolitiker Stavros Malas, weshalb viele Beobachter nun ein Rechts-Links-Duell erwarten.

Gegenüber euronews sagte der Analyst Larkos Larkou: “Die Kreditrückstellungen für das Rettungspaket wurden praktisch von der scheidenden Regierung vereinbart. Der neue Präsident hat also sehr wenig Spielraum. Es ist dennoch wichtig, zu verhandeln. Griechenland hat gezeigt, dass das funktioniert, auch wenn die Ergebnisse nicht spektakulär sein mögen. Er kann trotzdem ein etwas besseres Ergebnis erzielen.”

Das EU-Land braucht nach offiziellen Angaben 17,5 Milliarden Euro zur Bankrott-Vermeidung. Manch einer sieht neben den internationalen Hilfstöpfen noch andere Geldquellen. Etwa der ehemalige Abgeordnete Giannakis Matsis: “Zypern ist enorm reich an Gas- und Ölvorkommen. Mit der richtigen Politik kann es sich also wirtschaftlich ohne Probleme erholen.”

Der euronews-Korrespondent Stamatios Giannisis: “In den verbleibenden Tagen bis zur Stichwahl versuchen die Kandidaten noch so viele Wähler wie möglich davon zu überzeugen, dass sie in der Lage sind, effektiv mit der Troika über das Rettungspaket zu verhandeln und die schlechte Wirtschaftslage des Landes zu verbessen.”