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Brüssel will CO2-Zertifikate verknappen

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Brüssel will CO2-Zertifikate verknappen

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Auf dem Weg zu einer Reform des Handels mit C02-Zertifikaten ist Brüssel einen Schritt weiter. Der Umweltausschuss des Europaparlaments stimmte dem Vorschlag der Kommission zu, drei Jahre lang rund 900 Millionen dieser Zertifikate zurückzuhalten. Mit der Reform sollen die Preise dafür wieder stiegen. Zuletzt waren für eine Tonne Kohlendioxid nur noch unter fünf Euro zu zahlen.
Früher lag der Preis um das Vier- bis Fünffache höher. Eine Alternative zum europaweiten Handel mit den Zertifikaten gäbe es nicht, so Mattias Groote, der zuständige Berichterstatter des Parlaments. National könne das Problem nicht gelöst werden, denn das führte erneut zu einer unterschiedlichen Besteuerung. Der Handel mit Emmissionsrechten ist eines der wichtigsten Instrumente zum Schutz des Klimas. Die Zertifikate, die es seit der Mitte des vergangenen Jahrzehnts gibt, sind ein Anreiz für die Industrie, in klimaschonende Anlagen zu investieren. “Wir fordern die EU dazu auf, dafür zu sorgen, dass der Schadstoff-Ausstoß bis 2020 um 30 Prozent verringert wird”, sagt Julia Michalak, Vertreterin des Europäischen Netzwerkes für Klimaschutz. “Zertifikate zurückzuhalten, ist ein erster Schritt.” Einfacher gesagt, bedeutet es, dass der Preis für die Ausstoß-Rechte wieder steigt und die Industrie damit gezwungen wird, ihre Emissionen zu reduzieren. Voraussichtlich im März werden die 27 EU-Staaten über die Reform des Handels mit CO2-Zertifikaten entscheiden.