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Europa im Griff des Pferdefleischskandals

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Europa im Griff des Pferdefleischskandals

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Der Pferdefleischskandal hat nun auch Nestlé, den größten Lebensmittelkonzern der Welt, erreicht. Das Schweizer Unternehmen ließ in Italien und Spanien Pastagerichte aus den Regalen nehmen, in denen Rückstände von Pferdefleisch entdeckt worden waren. Die Produkte, bei denen es sich um Ravioli, Lasagne und Tortellini handelt, wurden laut Nestlé mit Fleisch aus Deutschland hergestellt. Man habe die Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Unternehmen eingestellt, hieß es.

Auch der deutsche Discounter Lidl hatte in mehreren Ländern Produkte mit verstecktem Pferdefleisch im Sortiment, der Verkauf der entsprechenden Waren wurde gestoppt.

Derweil darf das in dem Skandal verwickelte französische Unternehmen Spanghero seinen Betrieb teils wieder aufnehmen. Darauf einigten sich Vertreter des Unternehmens mit der französischen Regierung. Am Freitag soll ein Bericht zu Spanghero vorgestellt werden.

Gesundheitlich bestehe kein Problem, so EU und europäische Regierungen, es gehe vor allem um Etikettenschwindel.

Die EU sprach von einer möglichen kriminellen Verschwörung, um billiges Pferdefleisch als teureres Rindfleisch auszugeben. Inzwischen ist der Verkauf von fleischhaltigen Tiefkühlprodukten teils deutlich gesunken.