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In Tunesien tritt der Regierungschef zurück

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In Tunesien tritt der Regierungschef zurück

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Der tunesische Regierungschef Hamadi Jebali ist zurückgetreten. Jebali war zuvor mit dem Versuch gescheitert, eine neutrale Übergangsregierung zu bilden.

Die großen Parteien des Landes konnten sich auf eine solche Regierung aus unabhängigen Fachleuten nicht einigen. Mit dem Vorschlag wollte Jebali die angespannte Lage beruhigen, nachdem ein Oppositionsführer ermordet worden war.

Gegen eine Regierung aus unabhängigen Technokraten spricht sich vor allem Jebalis eigene Partei aus, die islamistische Ennahda. Sie ist in der jetzigen Regierung die stärkste Kraft.

Vor anderthalb Wochen war in Tunesien der Oppositionspolitiker Chokri Belaïd getötet worden. Er war ein Kritiker der Ennahda-Partei und wollte eine Trennung von Staat und Religion. Von seinen Mördern fehlt jede Spur.