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Syrien-Kommission will verletzte Menschenrechte ahnden

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Syrien-Kommission will verletzte Menschenrechte ahnden

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Die zuständige Kommission des UN-Menschenrechtsrats in Genf hat eine Strafverfolgung der Kriegsverbrechen in Syrien gefordert. Sie kündigte an, der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte im März eine Liste mit Namen von Verantwortlichen zu übergeben. Die Situation werde immer schlimmer für die Zivilbevölkerung.

Kommissionsmitglied Carla del Ponte forderte ein entschlossenes und umgehendes Handeln: “Nach so vielen monatelangen Untersuchungen sollte die Internationale Gemeinschaft und besonders der Weltsicherheitsrat die Entscheidung treffen und ein Gericht einschalten. Jetzt ist der Zeitpunkt.”

Die Kommission wirft sowohl den Truppen der Assad-Regierung aber auch den Aufständischen Morde, Folter, Vergewaltigungen und Angriffe auf Zivilisten vor. Allerdings erreichten die Verbrechen der Rebellen nicht das gleiche Ausmaß.
70.000 Menschen kamen laut Schätzungen der UN im Konflikt ums Leben, seit der Aufstand gegen al-Assad im März 2011 begann.

Auch die Rechte von Kindern würden missachtet, hieß es weiter in Genf. Auch unter 15-jährige werden demnach als Soldaten im Kampf gegen die Regierung in Damaskus eingesetzt.