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"Die Katastrophe muss ein Ende haben"

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"Die Katastrophe muss ein Ende haben"

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Zehntausende Griechen sind in Athen gegen die Sparpolitik und die hohe Arbeitslosigkeit auf die Straße gegangen, Streiks legten am Mittwoch Teile des öffentlichen Lebens lahm. Am Ausstand beteiligten sich insbesondere Staatsbedienstete. Bahnen und Busse standen still, Lehrer und Ärzte legten ihre Arbeit nieder. Die größten Gewerkschaftsverbände des Landes sprachen von einem Generalstreik, Agenturen berichteten jedoch von überwiegend regulär geöffneten Geschäften und Banken.

“Heute waren einige tausend Menschen auf der Straße, morgen werden es noch mehr sein”, sagte ein Demonstrant. “Sie müssen uns zuhören, sie müssen uns verstehen und einsehen, dass man diese Politik so nicht fortsetzen kann.”

“Die Arbeiter leiden, und sie haben keine andere Möglichkeit, als so lange wie möglich durchzuhalten”, meinte Aleka Papariga, die Vorsitzende der kommunistischen KKE-Partei. “Denn sonst werden sie mit dem Rücken zur Wand stehen, und das muss verhindert werden.”

“Die Katastrophe muss ein Ende haben”, fordert Alexis Tsipras von der Syriza-Partei. “Dieser Fehler muss sofort korrigiert werden. Und nicht erst nach den Wahlen in Deutschland oder wann es Frau Merkel passt, weil es dann zu spät ist.”

Da Ausschreitungen Autonomer befürchtet wurden, wurden vorsorglich mehrere U-Bahnhaltestellen in Athen geschlossen. Vereinzelte Demonstranten griffen die Polizei mit Steinen und Flaschen an, die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein.