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In Kamerun entführte Franzosen nach Nigeria verschleppt

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In Kamerun entführte Franzosen nach Nigeria verschleppt

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Die sieben in Kamerun entführten Franzosen befinden sich mittlerweile in Nigeria.

Dies sagte das Außenministerium in Yaoundé.

Hinter dem Kidnapping stehen allem Anschein nach Islamisten aus dem moslemisch geprägten Norden Nigerias.

“Wir glauben, dass Boko Haram dahinter steht”, so Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian. “Aber noch hat sich diese Gruppierung zu der Geiselnahme nicht bekannt. Der Terror folgt jetzt auf den Horror. Denn mittlerweile sprechen wir hier auch von der Entführung von Kindern.”

Bei den sieben Entführten handelt es sich um eine Familie, unter ihnen sind vier Kinder. Kamerun galt bislang als sicheres Reiseland, die Geiselnahme passierte bei einer Elefanten-Safari.

“Ich mache mir Sorgen, weil diese Dinge sind hier bei uns noch nie passiert”, sagt eine Kamerunerin in Douala. “Wir sind ein friedliches Land, wir haben mit Terroristen nichts zu tun.”

Auch unter den französisch-stämmigen Einwohnern der Wirtschaftsmetropole des afrikanischen Landes regiert nun die Angst.

“Wir dachten eigentlich, hier in Kamerun sind wir sicher vor Islamisten. Aber jetzt sehen wir, dass dem nicht so ist”, so diese Französin.

Insgesamt befinden sich zur Zeit 15 französische Staatsbürger in Geiselhaft afrikanischer Gruppen.

Es gilt als wahrscheinlich, dass sich hinter diesen Islamisten im Sahel als Reaktion auf Frankreichs Mali-Intervention verbergen.