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Sterbehilfe für Minderjährige?

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Sterbehilfe für Minderjährige?

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Sollen künftig auch Minderjährige ein Recht auf Sterbehilfe haben? Darüber wird in Belgien derzeit heftig debattiert. Seit rund einem Jahrzehnt hat das Königreich bereits ein Sterbehilfe-Gesetz, das sich jedoch auf Mündige und Erwachsene beschränkt. Die Kinderärztin Dominique Biarent betont, ihre oberste Pflicht sei es, Menschen zu heilen. An zweiter Stelle stehe die Pflicht, ihnen zu helfen, sagt Biarent. Dazu gehöre auch, dafür zu sorgen, dass Menschen in Würde sterben können. Eine Lockerung des bereits bestehenden Sterbehilfe-Gesetzes werde jeoch keinen Sterbe-Tourismus zur Folge haben, unterstreicht die Ärztin: “Es ist ein langer Weg. Ein Ticket nach Belgien, um dort sterben zu können, genügt nicht. Niemand wird das akzeptieren. Nie!” Die Debatte um eine Liberalisierung wurde von Senator Philippe Mahoux ausgelöst, dem geistigen Vater des bereits bestehenden Gesetzes: “Als wir seinerzeit das Sterbehilfe-Gesetz verabschiedeten, gab es Parlamentarier, die einwarfen, dass es auch Kinder und Jugendliche gäbe, die unheilbar krank seien und die den Tod viel nüchterner, viel reifer beurteilten, als manch ein Erwachsener.” Natürlich gibt es Gruppierungen, die eine Lockerung des Sterbehilfe-Gesetzes ablehnen. Zu den großen und einflussreichen Kritikern zählt auch die katholische Kirche. Tommy Scholtes von der belgischen Bischofskonferenz schlägt schmerzstillende Mittel vor: “Oder Beruhigungsmittel, um zu verhindern, dass der Kranke leidet.” Zur Zeit werden im Senat Experten befragt. Bis zu einer Verabschiedung der Lockerung kann es Jahre dauern. Der Vorschlag selbst ist in jedem Fall eine Debatte wert.