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Mitten in Damaskus: Dutzende Tote bei Anschlägen

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Mitten in Damaskus: Dutzende Tote bei Anschlägen

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Eine Anschlagserie mit mindestens 53 Toten hat
die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Vor Einrichtungen des
Sicherheitsapparates und der Regierungspartei detonierten kurz nacheinander drei Autobomben. Das syrische Fernsehen meldete außerdem Dutzende Verletzte. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

Allein durch die Explosion einer Bombe vor dem Gebäude der regierenden Baath-Partei im Innenstadtviertel Al-Masraa starben nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter 31 Menschen. Unter den Opfern seien auch Schulkinder, hieß es. Der Sprengsatz, der in der Umgebung mehrere Autos in Brand setzte, wurde wahrscheinlich von einem Selbstmordattentäter gezündet.

Zwei Autobomben detonierten neben einer Polizeiwache im
Stadtteil Birsa. Nach ersten Informationen von Augenzeugen kamen hier sechs Menschen ums Leben. Dutzende wurden verletzt.

Dazu kamen laut Regimegegnern landesweit bis zum
Nachmittag 42 Tote.

Es sei “Zeit zu gehen” sagte der britische Außenminister
William Hague – zu Besuch im Libanon – an die Adresse des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Von Präsident Moaz al-Chatib der Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte liege ein sehr wichtiges Verhandlungsangebot vor. Die Stabilität der gesamten Region dürfe nicht länger bedroht werden, weil eine Person wünscht, an der Macht zu bleiben.

Die syrische Opposition will unter Vermittlung von USA und Russland verhandeln. Aber nicht mit Assad.

Mit AFP, Reuters, dpa