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Palästinensischer Oscar-Anwärter bei der Einreise festgehalten - ein Leben wie im Film

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Palästinensischer Oscar-Anwärter bei der Einreise festgehalten - ein Leben wie im Film

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Kaum in den USA angekommen, war der für einen Oscar nominierte palästinensische Regisseur Emad Burnat gleich wieder bei seinem Thema: Schikane durch Uniformierte. Er sei mit seiner Familie eineinhalb Stunden von Beamten verhört worden.

“Sie wollen mich wieder nach Hause schicken. Deshalb ist es sehr wichtig für mich, hier zu sein, bei der Oscar-Verleihung, weil es ein historischer Tag für Palästina ist – hier sein und über den Film sprechen,”

so der Produzent und Regisseur des Dokumentarfilms “5 Broken Cameras”. Sie hätten seine Geschichte nicht geglaubt. Erst eine SMS von US-Dokumentarfilmer und Academy-Mitglied Michael Moore habe ihn und seine Familie rausgehauen.

Michael Moore:

“Wahrscheinlich haben die Sicherheitsleute das nicht unter einen Hut gekriegt: ‘Okay Sie sind Bauer, sind Palästinenser, und für einen Oscar nominiert. Ja, genau, und ich bin für den Nobelpreis nominiert, habe verstanden.”

Im Film schildert der dreifache Vater in eigenen Videoaufnahmen, wie die fünf Kameras zerbrachen, die dem Film den Titel gaben: Das Leben in besetzten Gebieten.

Burnat wurde unter anderem beim Jerusalem Film Festival für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Er sei es von zu Hause gewohnt, ohne Rechte zu leben, sagte er über den Vorfall bei der Einreise.

Mit AFP