Eilmeldung

Eilmeldung

Düstere Aussichten für die Eurozone

Sie lesen gerade:

Düstere Aussichten für die Eurozone

Schriftgrösse Aa Aa

Die Eurokrise hat tiefe Spuren in der Wirtschaft hinterlassen. Trotz der zuversichtlichen Botschaften, die von zahlreichen Politikern immer wieder zu vernehmen waren, sprechen Zahlen und Fakten eine andere Sprache. “Die Daten vom Ende des vergangenen Jahres sind enttäuschend”, so Wirtschaftskommissar Oli Rehn, der in Brüssel die Konjunkturprognose der Kommission vorstellte. Die Zeichen in der jüngsten Vergangenheit aber seien ermutigend und das Vertrauen der Investoren werde in Zukunft wachsen. Experten rechneten bisher damit, dass die Wirtschaftsleistung der Eurozone um 0,1 Prozent wachsen werde. Alles aber spricht dafür, dass sie in diesem Jahr um 0,3 Prozent sinken wird. Den stärksten Rückgang werden voraussichtlich Griechenland und Zypern verzeichnen. Thema Arbeitslosigkeit: Sie wird steigen, auf mehr als zwölf Prozent. Die höchsten Arbeitslosenraten werden der Prognose zufolge Griechenland, Spanien und Portugal verzeichnen. Mit fünf Komma sieben Prozent zählt Deutschland zu den Staaten mit einer niedrigen Rate. Der Experte Hans Martens vom Europäischen Politikzentrum warnt vor sozialen Unruhen: “Das wäre nicht nur für die Institutionen der EU sondern auch für die Mitgliedsstaaten ein Desaster. Diese haben einfach nicht genug für Wachstum und Jobs getan.” Die Gesamtheit der Schulden werden 2013 auf mehr als 95 Prozent der Wirtschaftsleistung anwachsen, auf den höchsten Stand seit der Einführung des Euros.