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Ringen: Geplantes Olympia-Aus sorgt weiter für Protest

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Ringen: Geplantes Olympia-Aus sorgt weiter für Protest

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Das geplante Olympia-Aus für die Sportart Ringen sorgt international weiter für Empörung in Ringerkreisen. Nachdem am Donnerstag der bulgarische Olympiasieger Walentin Jordanow aus Protest seine Goldmedaille zurückgegeben hatte, sprach sich nun auch der deutsche Ringer-Bund gegen die Streichung aus.

Dessen Sportdirektor Jannis Zamaduridis sagte zum Protest und Jordanows Aktion: “Das ist ein Stück weit der olympische Geist. Dass sich hier auf sportlicher Ebene Allianzen bilden, wie sie auf dem politischen Parkett undenkbar wären. Hier tun sich die Russen mit den Amerikanern, mit den Iranern zusammen. Das ist eine Situation, die den Sport beschreibt, und das ist auch ein Stück weit der olympische Geist. Und das ist das, was wir wollen und was wir auch vertreten. Zunächst einmal finde ich solche Aktionen (wie die von Jordanow -red.) sehr hilfreich. Gut wäre es natürlich, wenn diese ganzen Aktionen irgendwo gebündelt werden und man dann mit einer einheitlichen Stimme gegenüber dem IOC auftritt.”

Auch der Weltverband FILA und andere führende Ringernationen haben eine Kampagne gegen das Aus gestartet. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte vergangene Woche empfohlen, Ringen aus dem Programm der Spiele 2020 zu streichen. Eine abschließende Entscheidung fällt im September.