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Verwirrung um französische Geiseln in Kamerun

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Verwirrung um französische Geiseln in Kamerun

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Die siebenköpfige französische Familie, die in Kamerun entführt wurde, ist offenbar in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Das gab die Regierung in Paris bekannt. Die Berichte über eine Freilassung der Verschleppten erwiesen sich als ein Gerücht. Woher die falsche Information stammte, bleibt unklar. Frankreichs Präsident Francois Hollande erklärte: “Es geht jetzt darum, diskret vorzugehen, um herauszufinden, wo genau sich die Geiseln aufhalten. Wahrscheinlich sind sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Wir müssen sehen, wie sie am besten befreit werden können.”

Die drei Erwachsenen und vier Kinder waren am Dienstag nach einem Besuch des Waza-Nationalparks im Norden Kameruns verschleppt worden. Für das Gebiet gab es bis dahin keine Reisewarnung. Laut einem französischen Lehrer, der in Douala, der größten Stadt des Landes lebt, zieht der wunderschöne Waza-Nationalpark viele Touristen an. Diese nördliche Region sei sehr arm und Tourismus sei aus diesem Grund sehr wichtig für die örtliche Wirtschaft. Ein anderer Lehrer fügte hinzu, dass das französische Konsulat ihnen nun davon abrate in den Norden Kameruns zu reisen.

Rund 6.000 Franzosen leben und arbeiten in dem Land. Es ist die erste Entführung in Kamerun. Hinter der Tat wird die islamistische Gruppe Boko Haram vermutet.