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Geklautes Graffito wird nicht versteigert

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Geklautes Graffito wird nicht versteigert

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Die Bürger des nordlondoner Stadtteils Haringey wollen ihren Banksy wiederhaben. Aus der Wand eines Billigkaufhauses hatten Diebe das Graffito des bekannten britischen Street-Art-Künstlers Banksy samt dazugehörendem Putz geklaut. Monatelang hatte das “Sklavenarbeit” genannte Sprühbild Touristen aus aller Welt angelockt und die Anwohner erfreut.

“Für uns ist das kein Graffiti, für uns und viele Menschen in London und dem ganzen Land ist es “street art”. Da stellt sich die Grundsatzfrage, wer ist dafür verantwortlich und wem gehört es moralisch. Der Gemeinde gehört es und deswegen sind wir heute hier”, meint eine Anwohnerin.

Das Wandgemälde tauchte inzwischen bei einem Auktionshaus in Miami auf, wo es für ein Mindestgebot von 350.000 US-$ (303.000 Euro) angeboten wurde. Einen ersten Erfolg haben die Bürger von Haringey bereits erreicht, kurz vor der Versteigerung zog das Auktionshaus das Werk zurück.

Banksy, der sich bemüht seine Identität geheim zu halten, ist einer der bekanntesten Street-Art-Künstler. Seine Werke erzielten bei Auktionen bereits mehrfach sechsstellige Beträge.

Links:

Banksy (Website des Künstlers, englisch)
http://www.banksy.co.uk/

Beschreibung von „Slave Labour“ im Katalog des Auktionshauses (englisch)

http://www.liveauctioneers.com/item/15778020_banksy-slave-labor-bunting-boy-london-2012

Website des Auktionshauses (englisch)
http://faamiami.com/