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Kairo: Demonstranten fordern Rücktritt von Generalstaatsanwalt

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Kairo: Demonstranten fordern Rücktritt von Generalstaatsanwalt

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Hunderte Ägypter haben erneut vor dem Obersten Gerichtshof in Kairo demonstriert. Sie forderten den Rücktritt des Generalstaatsanwalts und den Sturz der ägyptischen Regierung.
Staatspräsident Mohammed Mursi mache sich mit seinen Unterstützern derselben Vergehen schuldig, wie zuvor die autoritäre Regierung Husni Mubaraks. Die regierungsnahe Muslimbruderschaft solle sich nicht in die Rechtsprechung des Landes einmischen, so die Demonstranten. Die sunnitisch-islamistische Bewegung versuche zunehmend, Schlüsselpositionen der öffentlichen Verwaltung mit ihren Anhängern zu besetzen.
“Wir sind hier, um gegen dieses faschistische Regime zu protestieren”, sagte einer der Demonstranten. “Wir haben ein korruptes Regime gegen ein faschistisches ausgetauscht. Unsere Brüder sind noch immer im Gefängnis und wir können sie nicht befreien. Es geht uns vor allem um die Märtyrer, sie konnten wir noch immer nicht sühnen.”
“So lange in unserem Land noch Blut fließt, wie es jetzt und in den vergangenen Tagen der Fall war, ist auch dieses Regime ohne Legitimierung. Wir werden Mursi um nichts bitten. Aber wir wissen genau, dass der Generalstaatsanwalt ihm dient und nicht dem ägyptischen Volk”, so eine der demonstrierenden Ägypterinnen.
Zuletzt hatte Staatspräsident Mursi für April Parlamentswahlen angekündigt. Er hofft offenbar, damit den politischen Unruhen der vergangenen Monate ein Ende bereiten zu können.
Euronews-Reporter Mohammed Shaikhibrahim: “Nach dem Freitagsgebet ruft die ägyptische Opposition jede Woche zu Demonstrationen gegen die Politik des Staatspräsidenten auf. Die Proteste werden friedlicher, doch der zivile Ungehorsam ist dieser Tage auch in anderen Regionen des Landes zu beobachten.”