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Italien vor dem Urnengang

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Italien vor dem Urnengang

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In Italien wird sich schon bald herausstellen, ob der seit 2011 angestoßene Reformkurs die anstehenden Parlamentswahlen überdauern kann. In den Wahllokalen des Landes wurden unterdessen abschließende Vorbereitungen getroffen.
Die Spitzenkandidaten der Parteien hatten zuvor ihre letzten Wahlkampfauftritte absolviert. Aktuelle Umfragen geben Pier Luigi Bersani von der Mitte-Links gerichteten Demokratischen Partei mit 33 Prozent der Stimmen die besten Chancen auf das Amt des italienischen Ministerpräsidenten.
Ihm folgt mit mittlerweile 28 Prozent die Mitte-Rechts-Koalition des ehemaligen Amtsinhabers Silvio Berlusconi. Er hatte im Wahlkampf mit gewaltigen Steuerversprechen für seine Partei Popolo della Libertà geworben.
An dritter Stelle steht laut Umfragen der leidenschaftlich auftretende Beppe Grillo mit 17 Prozent. Seine 5-Sterne-Bewegung ist die stärkste Protestpartei im Land. Grillo hat seinen Wahlkampf vor allem über soziale Medien geführt, reiste aber auch mit seiner “Tsunami Tour” durch Italien.
Noch hinter Grillo stünde laut Vorhersagen mit 13 Prozent der Zentrumsblock des scheidenden Ministerpräsidenten Mario Monti. Er hatte sich in einer letzten Rede am Freitag in Florenz an seine Anhänger gewandt.