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Oben ohne Protest gegen Berlusconi

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Oben ohne Protest gegen Berlusconi

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Die Parlamentswahl in Italien hat mit einer mäßigen Wahlbeteiligung begonnen. Am ersten Tag lag die Beteiligung etwas unter dem Niveau von 2008. Schnee im Norden und Regen im Süden hatten vielerorts einen reibungslosen Ablauf behindert. Am Montag haben die Wahlberechtigten die Möglichkeit noch bis 15 Uhr ihre Stimme abzugeben.

Der Chef der Demokratischen Partei, Pier Luigi Bersani, gab im norditalienischen Piacenza seine Stimme ab. Das Linksbündnis, an dessen Spitze er steht, hat gute Chancen auf eine absolute Mehrheit in der Kammer. Der scheidende Ministerpräsident Mario Monti wählte in Mailand. Sein Bündnis der Mitte droht abgeschlagen auf dem vierten Platz zu landen.Dies könnte eine Koalition für eine stabile Regierungsmehrheit erschweren.

Auch Berlusconi wählte in Mailand. Er hatte sich am Samstag über die Gesetzesbestimmung hinweggesetzt, wonach die Wahlkämpfer am Tag vor der Wahlen schweigen, und erneut Italiens Justiz attackiert, von der er sich verfolgt fühlt. Bei seiner Stimmabgabe wurde der Ex-Ministerpräsident von drei barbusigen Frauen der feministischen Bewegung Femen begrüßt. Sie riefen “Basta Berlusconi” und wurden rasch abgeführt.

Starken Auftrieb hatte in der Schlussphase des Wahlkampfs die populistische Protestbewegung “Fünf Sterne” von Beppe Grillo. Stimmen die Meinungsumfragen liefert es sich mit dem Berlusconi-Bündnis ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei.

Links:

Italienisches Innenministerium: Wahlergebnisse (italienisch)

Italienisches Innenministerium: Informationen zum Wahlsytem (italienisch)