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Machtwechsel auf Zypern

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Machtwechsel auf Zypern

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Nikos Anastasiades ist neuer Präsident auf Zypern. Damit führt nach fünf Jahren wieder ein Konservativer das EU-Krisenland. Nach dem vorläufigen Endergebnis kam er bei der Stichwahl auf rund 57 Prozent der Stimmen. Sein Gegenkandidat der linke Politiker Stavros Malas, erhielt nur rund 42 Prozent.

Anastasiades steht vor schweren Aufgaben. Das Land ist von der Staatspleite bedroht. Er muss nun mit der EU und dem IWF ein Rettungspaket aushandeln. Der 66-Jährige Jurist ist fest davon überzeugt, dass die Zukunft Zyperns in der EU liegt. Er unterstrich: “Wir verbannen den Pessimismus und die Verzweiflung. Die Gewinner dieser Wahl sind die Hoffnung und die Aussicht darauf, dass sich die Dinge verbessern werden.”

Die Erwartungen an den konservativen Politiker sind hoch. Viele Bürger haben Angst, dass Sparmaßnahmen wie im Nachbarland Griechenland auf sie zu kommen könnten.

Eine Unterstützerin sagte: “Wir sind glücklich, wir wollten einen Wechsel und den gab es nun. Ich hoffe, es wird alles gut. Als Angestellte im öffentlichen Dienst hoffe ich natürlich, dass sich die Dinge nun verbessern.”

Ein anderer Wähler erklärte:
Ich hoffe, er wird die richtigen Entscheidungen treffen. Wir vertrauen ihm, dass er die Probleme, die auf uns zukommen, angehen wird.”

Anastasiades will zudem auch für eine Überwindung der seit Jahrzehnten bestehenden Teilung Zyperns arbeiten. Die Mittelmeerinsel ist seit fast 40 Jahren geteilt.