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Merkel beim schwierigen Partner Türkei

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Merkel beim schwierigen Partner Türkei

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Syrien und der EU-Beitritt der Türkei – viel Gesprächstoff für zwei Tage Besuch der deutschen Bundeskanzlerin in der Türkei. “Unverzeihlich” hatte der türkischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan den inzwischen fünf Jahrzehnte währenden Verhandlungsmarathon genannt. Und Angela Merkel sprach sich trotz des Unmuts der EU über den ungelösten Zypern-Konflikt für beschleunigte Verhandlungen aus.

Und trotz Skepsis in ihrer CDU: Die Partei diskutiert über den Satz von EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger vor ein paar Tagen: „Ich möchte wetten, dass einmal ein deutscher Kanzler oder eine Kanzlerin im nächsten Jahrzehnt mit dem Kollegen aus Paris auf Knien nach Ankara robben wird, um die Türken zu bitten, Freunde, kommt zu uns.“

Nach Ansicht des außenpolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Philipp Mißfelder, könnten bis zu einem möglichen Türkei-Beitritt noch Jahre vergehen.

Die Türkei dringt andererseits auf Visa-Freiheit und die Erlaubnis zur doppelten Staatsbürgerschaft für Türken, die in Deutschland leben und fordert ein härteres Vorgehen gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK.

Zuvor hatte Merkel Höhlenklöster in Anatolien besichtigt – ein Signal, das den Christen in der Tèrkei den Rücken stärken soll.

In Syrien müsse eine politische Lösung gefunden werden, sagte Merkel bei einem Truppenbesuch im Süden des Landes. Die Zeit von Syriens Herrscher Baschar al-Assad sei abgelaufen. Die Nato zeige mit der Operation, dass sie Türken auf ihrem Gebiet schütze und Syrien davor warne, den Konflikt über die Grenze zu tragen.

In Kahramanmaraş, etwa 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt, sind deutsche Patriot-Raketenabwehr-Batterien und rund 320 Bundeswehrsoldaten stationiert.

Mit Reuters, dpa, AFP