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Südkoreanische Präsidentin Park vereidigt

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Südkoreanische Präsidentin Park vereidigt

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Überschattet von schweren Spannungen wegen des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms hat in Südkorea die Tochter des früheren Diktators Park Chung Hee, Park Geun Hye, das Präsidentenamt angetreten. “Nordkoreas jüngster Atomtest ist eine Herausforderung
für das Überleben und die Zukunft des koreanischen Volkes”, warnte die 61-jährige konservative Politikerin in ihrer Antrittsrede. Zugleich versprach sie, in ihrer fünfjährigen Amtszeit durch eine Politik des gegenseitigen Vertrauens die Grundlage für die Vereinigung mit dem kommunistischen Nachbarland schaffen zu wollen. Sie rief Nordkorea auf, auf sein umstrittenes Atomprogramm zu verzichten. Sie wolle ihre Politik zum Nachbarland auf der Grundlage einer glaubwürdigen Abschreckung aufbauen.

Die langjährige Abgeordnete der regierenden Saenuri-Partei ist die erste Frau im höchsten Staatsamt des ostasiatischen Landes. Als eine ihrer vordringlichsten Aufgaben nannte Park die Wiederbelebung der Wirtschaft. Dies wolle sie durch eine “kreative Wirtschaft und wirtschaftliche Demokratisierung” bewerkstelligen. Im Zentrum einer kreativen Wirtschaft stünden Wissenschaft, Technologie und die IT-Industrie.

Park kehrte nun wieder als Staatschefin in den Präsidentenpalast zurück, den sie nach dem Tod ihres Vaters hatte verlassen müssen. Park Chung Hee, der das Land von 1961 bis 1979 mit eiserner Faust regiert hatte, wird in großen Teilen der Bevölkerung wegen des wirtschaftlichen Aufstiegs während seiner Herrschaft noch sehr verehrt. Das hatte Park bei der Wahl im Dezember nach Ansicht von Beobachtern besonders unter den Wählern der älteren Generation und in konservativen Kreisen geholfen.