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Zypern und das Geld aus Russland

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Zypern und das Geld aus Russland

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Die Anhänger des neuen Präsidenten Zyperns zog es nach dessen Wahlsieg auf die Straße. Doch ebenso groß wie der Jubel sind auch die Erwartungen an den Konservativen Nicos Anastasiades. Sein Vorgänger Dimitris Christofias scheiterte an der Aufgabe, die Finanzkrise abzuwenden. 17,5 Milliarden Euro braucht Zypern offiziellen Angaben zufolge, um seine Banken und die Staatsfinanzen zu stabilisieren.

“Meine Priorität ist, die Glaubwürdigkeit Zyperns wieder herzustellen”, so Anastasiades. “Ich bin entschlossen, mit meinen europäischen Partnern zusammenzuarbeiten und gleichzeitig unsere Verantwortlichkeiten zu erfüllen. Und ich bin bereit, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um das Land aus der wirtschaftlichen Krise zu führen.”

Anastasiades bekennt sich zur EU und betont, zügig Verhandlungen über ein Rettungspaket beginnen zu wollen. Doch Europa fordert neben einem harten Sparprogramm vor allem Transparenz. Von Gerüchten umrankt, aber offiziell letztlich ungeklärt, ist der Einfluss von russischem Geld auf der Mittelmeerinsel. Agenturen zufolge sollen Oligarchen bis zu 20 Milliarden Euro Schwarzgeld auf Zypern angelegt haben.