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Bersani in Richtung Grillo: "Jeder muss seine Verantwortung annehmen"

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Bersani in Richtung Grillo: "Jeder muss seine Verantwortung annehmen"

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Er werde nicht zurücktreten als Chef der Demokratischen Partei, sagte der Wahlsieger im italienischen Abgeordnetenhaus, Pier Luigi Bersani in einem ersten Statement einen Tag nach der Wahl. Er trat damit Gerüchten entgegen, die nach dem schwierigen Wahlergebnis aufgekommen waren. Die Wahl hatte keine eindeutige Mehrheit ergeben, Abgeordnetenhaus und Senat blockieren sich gegenseitig, ein Verfahren für so einen Fall gibt es nicht.

Wie geht es weiter?

Pier Luigi Bersani:

“Keine der üblichen Koalitionsverhandlungen. Erst einmal muss über grundlegende Veränderungen nachgedacht werden und jeder Einzelne muss seine Verantwortung dem Parlament und dem Land gegenüber annehmen. “

Aus dem Erfolg des Populisten Beppe Grillo zog Bersani den Schluss, dass jetzt nicht nur in Italien die Institutionen, das Parlaments- und Wahlsystem und die Politik grundlegend reformiert werden müssten. Auch Europa müsse aus dem Wahldebakel in Italien lernen.

Wie – das komme auf die Verhandlungen mit den anderen Akteuren an. Auch Silvio Berlusconi schloss er nicht aus. Berlusconi, bisher eingefleischtes Feindbild, hat Bersani ein Angebot gemacht, das das Patt überwinden soll.

Mit dpa