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Atomdialog mit Iran: Sprechen, drohen, weiterbauen

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Atomdialog mit Iran: Sprechen, drohen, weiterbauen

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Im zehnten Jahr des Streits um das iranische Atomprogramm haben sich Vertreter des Irans und der fünf UN-Vetomächte plus Deutschland (5+1-Gruppe) auf neue Treffen geeinigt.

Viel mehr kam nach offiziellen Angaben nicht heraus in Almaty, Kasachstan. Die sogenannte
5+1-Gruppe hatte Teheran ein neues Angebot vorgelegt, das angeblich die Abmilderung einiger Sanktionen vorsieht, etwa im Bankensektor. Seit 2006 hat der UN-Sicherheitsrat sechs Resolutionen verabschiedet, Sanktionen setzen das Land mehr und mehr unter Druck.

So behindern die Vereinigten Staaten und die EU seit den letzten Verhandlungen in Moskau vor acht Monaten zum ersten Mal den wichtigen Erdölexport. Die Weltmächte bestehenunter anderem darauf, dass Teheran die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent einstellt. Das bereits angereicherte Uran müsse in einem Drittland lagern.

Ihr Vorwurf: Der Iran baue seine technischen Kapazitäten zur Urananreicherung – und damit zur Herstellung von spaltbarem Material für Nuklearwaffen – konsequent aus.

Mit Reuters, dpa