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"Einen Papst, den Gott will..."

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"Einen Papst, den Gott will..."

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Auch für die Angehörigen des Klerus verdient Benedikt Respekt dafür, dass er den Mut hat, sich zurückzuziehen. Sie waren zahlreich am Petersplatz und unsere Korrespondentin Manuela Scarpellini fragte Priesterschüler und Nonnen, was sie vom neuen Papst erwarteten.

Aram Sadou kommt aus Syrien und macht in Rom eine Ausbildung zum Priester. Er meint: “Ich erwarte vom neuen Papst, dass er auf dem Weg weiter geht, den Papst Benedikt eingeschlagen hat und dass er sich für Frieden in meinem Heimatland Syrien einsetzt.”

Ein japanischer Priesterschüler, der im Vatikan den Namen Justino angenommen hat, sagt: “Ich persönlich hätte gerne einen Papst aus Asien, aber es ist auch in Ordnung, wenn es ein Europäer wird, denn die meisten wollen wohl einen europäischen Papst.”

Schwester Anna sieht die Probleme, mit denen ein neuer Papst konfrontiert sein wird: “Für den neuen Papst wird es schwer werden, denn die Kirche ist in einer schwierigen Lage. Die Kirche selbst findet keinen Frieden und keine Gelassenheit.” Schwester Palma hofft: “Ich will nur, dass der Neue der sein wird, den Gott will, und nicht der, den die Kardinäle wollen.”

Mit Spannung erwarten nicht nur die Priester und Nonnen im Vatikan, wer Benedikt XVI. folgen wird. Der katholischen Kirche rechnen sich immerhin weltweit mehr als eine Milliarde Menschen zu.