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Trauer und Hoffnung bei letztem Auftritt des Papstes

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Trauer und Hoffnung bei letztem Auftritt des Papstes

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An der letzten Generalaudienz des Papstes haben nach Angaben des Vatikans bis zu 150.000 Gläubige teilgenommen. Die Polizei sprach von rund 100.000 Menschen. Der 85-Jährige wurde bei seinem letzten großen Auftritt seines Pontifikats von Pilgern und Touristen umjubelt. Auf dem Petersplatz war auch euronews-Reporter Alberto Defilippis. Er fing dort die Stimmung ein.

“Wir haben zunächst sehr starke Gefühle gehabt”, so Roms Bürgermeister Gianni Alemanno. “Anfangs waren wir bestürzt, doch jetzt haben wir Hoffnung für die Zukunft. Wir erwarten den neuen Papst, aber Papst Ratzinger wird uns fehlen. Er war ein großer Führer, ein großer Hirte Roms.”

Die Gläubigen und Pilger waren aus der ganzen Welt angereist, um sich von ihrem Oberhaupt zu verabschieden. Ein deutscher Katholik sagt, er hoffe, dass der neue Papst die Kirche reformieren werde. Es gebe viele Dinge zu erledigen, um die Joseph Ratzinger, Papst Benedikt XVI., sich nicht gekümmert habe. “Die Nationalität des Papstes ist uns egal”, meint ein Pilger aus Venezuela. “Uns interessiert nur, was er der Kirche bringt, die Hoffnung und der Glaube, der die Menschen bewegt. Wenn Lateinamerika die Chance hätte, ihn zu stellen, würden wir uns freuen.” Eine Frau aus Angola will in erster Linie einen neuen Papst – egal, woher er kommt.

Der euronews-Reporter sagt, hier sei ein Regenbogen aus verschiedenen Nationalitäten versammelt, alle hätten gemeinsam, dass sie um das Ende des Pontifikats trauerten. Viele hofften, dass es vielleicht demnächst einen Papst aus dem Süden geben werde.