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EU kürzt Banker-Boni

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EU kürzt Banker-Boni

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Die EU macht Schluss mit überhöhten Bonuszahlungen an Spitzenkräfte in der Bankenbranche. Vertreter des Europaparlaments und der irischen Ratspräsidentschaft einigten sich darauf, Banker-Boni zu deckeln. Protest kommt dazu aus London. Der Verhandlungsführer des Parlaments, Othmar Karas, sagte: “Die Menschen haben kein Verständnis dafür, dass Prämien mitunter das Zwanzigfache des Gehalts betragen und dass der Steuerzahler aufkommen muss, wenn die Bank Probleme hat.” Die Extravergütungen dürfen das eigentliche Gehalt der Banker nicht mehr übersteigen. Die Vorschriften gelten für Banken mit Sitz in der EU weltweit sowie für Filialen ausländischer Geldhäuser innerhalb der EU. Sony Kapoor von der Denkfabrik Re-Define meint zu dem Argument, gute Banker könnten sich Jobs in Singapur oder Hongkong suchen: Wenn Singapur Leute nehmen wolle, die Regeln brächen und eine Gesellschaft Risiken aussetzten, dann könnte man darüber froh sein. Guido Ravoot vom Europäischen Bankenverband hingegen warnt davor, dass die Banken die Gehälter anheben könnten, was sich auf den Profit der Geldhäuser auswirken werde. Die neue Regelung soll Anfang 2014 greifen.