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Hollande will den Rubel ins Rollen bringen

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Hollande will den Rubel ins Rollen bringen

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Russlands Haltung entscheide, wie schnell es in Syrien Frieden geben werde – mit dieser Botschaft kam der französische Präsident François Hollande nach Moskau.

Syriens Präsident Baschar al-Assad müsse zurücktreten, sagte er einem skeptischen Kremlchef Wladimir Putin.

Einiger waren sich die beiden beim Thema Wirtschaft: Putin stellte fest, dass Russland und Frankreich imstande seien, den leichten Rückgang im gegenseitigen Warenaustausch zu überwinden. Daran sei die Weltwirtschaft schuld.

Frankreichs Präsident Francois Hollande:

“Ich bin hier, und dies zeugt von der Qualität unserer Beziehungen. Diese Beziehungen vereinen die beiden Völker und sind historisch eng: Das sind zwei große Länder, Mitglieder im Weltsicherheitsrat, die Verantwortung haben, internationale Konflikte beizulegen und Bedrohungen, besonders durch Terrorismus, zu verhindern.”

Wo die Schwerpunkte liegen, zeigt der Begleitertross des französischen Präsidenten: vier Minister und etwa viermal so viele Unternehmenschefs.

Frankreichs Wirtschaft schrammt an der drohenden Rezession entlang.

Russische Unternehmen haben in Frankreich rund eine Milliarde Euro investiert, Franzosen in Russland zwölfmal so viel. Etwas mehr Gleichgewicht käme Paris gelegen, gerade jetzt.

Giovanni Magi, euronews:

“Für seinen ersten Russland-Besuch als Präsident wählte Francois Hollande den Weg der Wirtschafts-Diplomatie. Stimmt, mit Moskau gibt es offene politische Fragen – etwa Menschenrechte oder Syrien. Aber erst mal sind jetzt die wirtschaftlichen Beziehungen dran. Frankreich braucht das, sehr.”

mit AFP, Reuters, dpa