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Steinbrücks "Clowngate"

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Steinbrücks "Clowngate"

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Peer Steinbrück ist für seine scharfe Zunge berühmt: Seine jüngste Äußerung sorgt nun für Verstimmung in Italien. Zum Ausgang der Wahl hattte der SPD-Kanzlerkandidat erklärt, zwei Clowns hätten gewonnen. Daraufhin sagte ihm Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano, der auf seiner Deutschlandreise eigentlich mit Steinbrück zum Abendessen verabredet war, kurzerhand ab. Nach Angaben von Steinbrücks Sprecher hätten beide ein klärendes Telefongespräch geführt.

Der SPD-Kanzlerkandidat hatte sich zum Abschneiden von Komiker Beppe Grillo und Silvio Berlusconi wie folgt geäußert: “Bis zu einem gewissen Grade bin ich entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben. Ein beruflich tätiger Clown, der auch nicht beleidigt ist, wenn man ihn so nennt – Grillo. Und ein anderer, der definitiv ein Clown mit einem besonderen Testosteron-Schub ist.”

Für die Absage des Staatschefs habe er Verständnis, sagte Steinbrück weiter. Aber zugleich verteidigte er seine Aussagen. Er sei bekannt dafür, dass er Klartext rede. Der 66-Jährige kündigte an, seinem Stil weiter treu bleiben zu wollen. Für seine Aussagen wurde Steinbrück auch in den eigenen Reihen kritisiert.