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FIFA-Boss Blatter: "Jedes verschobene Spiel ist eines zu viel"

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FIFA-Boss Blatter: "Jedes verschobene Spiel ist eines zu viel"

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Joseph Blatter ist für die einen der Fußball-Pate, für die anderen ist er ein Modernisierer. In Sachen Torlinientechnologie zumindest geht der FIFA-Präsident den Weg der Neuerung, mehr noch: den Weg der Revolution. Nach dem Test bei der Club-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr wird auch bei der WM 2014 in Brasilien auf technische Hilfsmittel gesetzt. Szenen wie in Südafrika 2010 sollen nicht wieder vorkommen.

Blatter: “Wenn ich mich an das nicht gegebene Tor von Frank Lampard im WM-Achtelfinale zwischen England und Deutschland erinnere, sagte ich schon damals, dass wir Torlinientechnologie genutzt hätten, wenn wir sie damals in dieser Form gehabt hätten. Jetzt haben wir vier Systeme und es wäre töricht, diese nicht zum Einsatz zu bringen.”

Das lange diskutierte Thema der Torlinientechnologie scheint für die FIFA anders als für die UEFA also gelöst zu sein. Davon kann in Sachen Wettbetrug im Fußball keine Rede sein.

“Was Spielmanipulation betrifft, so sind wir in unserer eigenen Sportart das Opfer”, meint der FIFA-Boss. “Und deshalb ist diese Sache so wichtig. Selbst wenn nur ein kleiner Prozentsatz der Spiele manipuliert wird, ist das bereits zu viel. Jedes verschobene Spiel ist eines zu viel.”

Europol hatte jüngst alarmierende Daten und Zahlen zu vermeintlich manipulierten Partien veröffentlicht. Mindestens eine dreistellige Anzahl an Spielen soll den Ermittlungen zufolge verschoben worden sein, darunter auch Begegnungen der Champions League.