Eilmeldung

Eilmeldung

Angst vor Krawallen bei kenianischer Präsidentschaftswahl

Sie lesen gerade:

Angst vor Krawallen bei kenianischer Präsidentschaftswahl

Schriftgrösse Aa Aa

In Kenia werden am Montag einer neuer Präsident und ein neues Parlament gewählt. Überschattet wird die Wahl von der Befürchtung, dass sich die schweren Gewaltausbrüche nach der letzten Wahl 2007 wiederholen könnten. Ministerpräsident Raila Odinga und sein Stellvertreter Uhru Kenyatta liefern sich in den Meinungsumfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der 51-jährige Sohn des ersten kenianischen Staatspräsidenten, Jomo Kenyatta, musste sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, die schweren Ausschreitungen im Jahre 2007 angestachelt zu haben. Kenyatta hat dies stets zurückgewiesen.

“Der Wahlausgang ist von internationaler Bedeutung, weil Kenia ein Regionales Zentrum ist, sowohl was Wirtschaft als auch was die Diplomatie angeht. Wenn in Kenia Stabilität herrscht, dann ist das gut für das Geschäft und die Beziehungen zu Kenia können intensiviert werden”, meint der Publizist Tom Malinti.

Vor fünf Jahren war es wegen des Wahlausgangs zu Ausschreitungen gekommen. Hintergrund waren ethnische Konflikte. Aus in diesem Jahr hat der Wahlkampf die Kenianer entlang ethnischer Linien gespalten. Eine reformierte Wahlkommission, Säuberungen im Justizwesen und Aufrufe aller acht Präsidentschaftskandidaten zur Zurückhaltung haben diesmal die Hoffnung auf einen friedlichen Machtwechsel genährt.

Staatspräsident Mwai Kibaki, der dritte Präsident seit der Unabhängigkeit Kenias im Jahr 1963, kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

Weiterführende Links:

Unabhängige Wahlkommission (englisch)
http://www.iebc.or.ke/

Raila Odinga (englisch)
http://www.raila-odinga.com/

Uhuru Kenyatta (englisch)
http://www.uhuru.co.ke/

EU-Wahlbeobachtermission in Kenia (englisch)
http://www.eueom.eu/eu-eom-kenya-2013/home

Internationaler Strafgerichtshof: Verfahren gegen Francis Kirimi Muthaura und Uhuru Muigai Kenyatta [ICC-01/09-02/11] (englisch)
http://www.icc-cpi.int/en_menus/icc/situations%20and%20cases/situations/situation%20icc%200109/related%20cases/icc01090211/Pages/icc01090111.aspx