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Verstimmung bei Kerry-Antrittsbesuch in der Türkei

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Verstimmung bei Kerry-Antrittsbesuch in der Türkei

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Der neue Außenminister der USA, John Kerry, hat die Türkei besucht. Getrübt wurde die Stimmung durch Worte des türkischen Regierungschefs: Recep Tayyip Erdogan hatte diese Woche von Hass auf den Islam gesprochen und diesen Hass als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet – als weitere Beispiele für solche Verbrechen nannte er Faschismus und Antisemitismus, aber ebenso den Zionismus, also die Grundlagen der israelischen Politik.

Bei einer UNO-Konferenz der “Allianz der Zivilisationen” in Wien hatte Erdogan am Mittwoch zum Thema Islamfeindlichkeit gesagt: “So wie das für Zionismus, Antisemitismus und Faschismus gilt, ist es unerlässlich, Islamphobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu betrachten”. Bei der Konferenz der von der Türkei mitbegründeten Allianz waren Vertreter aus vielen arabischen Staaten.

John Kerry sagte dazu, die USA seien nicht nur anderer Meinung, sondern fänden Erdogans Bemerkung verwerflich. Sie erschwere Bemühungen um eine Friedenslösung im Nahen Osten; er habe aber die Hoffnung, dass die Türkei und Israel ihren Streit lösten und wieder an ihre einst guten Beziehungen anknüpften. Die USA stehen Israel traditionell sehr nahe; die Türkei ist aber ein wichtiger Verbündeter in der NATO.