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Ein Sonntag ohne Papst

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Ein Sonntag ohne Papst

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Kein gewöhnlicher Sonntag in Rom. Auf dem Petersplatz herrscht Stille. Zur Mittagsstunde finden sich normalerweise hunderte Gläubige ein, um mit dem Papst den Angelus zu beten. Etwa zehn Millionen waren es nach Berechnungen von Radio Vatikan während des Pontifikats von Benedikt XVI. Doch die Fenster der päpstlicher Gemächer bleiben während der Sedisvakanz verschlossen, die päpstliche Wohnung ist versiegelt. Die Menschen auf dem Petersplatz spüren das Besondere dieses Augenblicks:

“Es ist komisch. Ich bin mit meinen Kindern gekommen, um diesen außergewöhnlichen Tag ohne Papst zu erleben”.

“Sie wollen einen Papst sehen, darauf warten sie. Es ist schon etwas traurig, aber es ist kein schlechter Tag”, sagt eine brasilianische Pilgerin.

“Schade, dass der Papst gegangen ist. Ich hoffe, sein Nachfolger wird ein guter Papst”, mein ein Anderer.

Morgen (9.30 Uhr und 17 Uhr MEZ) treffen sich erstmals alle in Rom versammelten Kardinäle zur Generalkongregation. Sie leitet kollektiv während der Sedisvakanz die Routinegeschäfte der Kirche. Kardinaldekan Angelo Kardinal Sodano hat die offiziellen Einladungen für die Papstwahl verschickt. 171 der über 200 Kardinäle halten sich bereits in Rom auf. 115 werden am Konklave teilnehmen.

Die Entscheidung über den Beginn der Papstwahl wird vermutlich noch nicht an diesem Montag fallen. Die Sixtinische Kapelle ist nach Angaben des Vatikan noch nicht für das Konklave bereit. Bis auf weiteres können Touristen sie noch besuchen.

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