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Bestrahlung stoppt Altersblindheit

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Bestrahlung stoppt Altersblindheit

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Eine Bestrahlungstherapie gibt Hoffnung für eine Krankheit, die vor allem ältere Menschen fürchten: die Zerstörung der Netzhaut durch die feuchte Makuladegeneration (AMD). Bei dieser Krankheit wachsen innerhalb der Makula krankhafte kleine Blutgefäße. Die Makula ist der Punkt des schärfsten Sehens und damit der wichtigste Teil der Netzhaut. Später kommt es zu Einblutungen, eine unbehandelte Krankheit kann zur Erblindung führen.

Patient Jonathan Gathorne Hardy:

“Ich hatte Angst, dass ich auf diesem Auge daran erkranken würde. Sehkraft ist lebenswichtig für jeden Menschen. Aber für mich ganz besonders, denn ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit Schreiben und Lesen.”

Dieser Patient nahm an einer europäischen Studie von Wissenschaftlern und Augenchirurgen teil, die eine Strahlentherapie für die feuchte AMD testen.

Tim Jackson, Studienleiter, Kings College London:

“Ein Roboter feuert drei Mal eine radioaktive Dosis von hinten auf das Auge, auf die beschädigte Makula. Dadurch sollen die krankhaften Zellen zerstört werden. Man versucht, die Krankheit zu heilen und nicht nur zu unterdrücken. Es sind die aktiven Läsionen an der Rückseite des Auges, wo die Blutgefäße kräftig wachsen, dort greift die Strahlung an.”

Der Roboter kann sehr kleine Läsionen von weniger als vier Millimetern behandeln. Dadurch werden bessere Ergebnisse als mit anderen Behandlungen erzielt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die abnormen Zellen wirklich zerstört werden. Die ersten Ergebnisse sind ermutigend. Noch ist allerdings unklar, ob und inwieweit die Strahlenbelastung zu Nebenwirkungen führt.