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Rebellen nehmen Al-Rakka ein - Tödlicher Angriff auf Syrer im Irak

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Rebellen nehmen Al-Rakka ein - Tödlicher Angriff auf Syrer im Irak

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Bewaffnete Unbekannte haben im Irak bei einem Angriff auf einen Konvoi mit syrischen Soldaten und Regierungsmitarbeitern mehr als fünfzig Menschen getötet. Die Syrer waren vergangene Woche vor anrückenden Aufständischen aus dem syrischen Grenzgebiet ins Nachbarland Irak geflüchtet. Sie sollten nun in ihre Heimat zurückgebracht werden, gerieten in der Provinz Anbar aber in einen Hinterhalt. Der irakische Verteidigungsminister, der von 48 getöteten Syrern und neun Todesopfern unter den irakischen Begleitern sprach, machte eine “syrische Terroristengruppe” für den Angriff verantwortlich.

Derweil nahmen die Aufständischen in Syrien die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements Al-Rakka ein. Regimegegner veröffentlichten Bilder, die zeigen, wie dort eine Statue des Vaters von Präsident Baschar al-Assad niedergerissen wird. In der Provinz Aleppo beschossen Rebellen einen Militärflughafen nahe der türkischen Grenze.

US-Außenminister John Kerry warnte bei einem Besuch in Saudiarabien, Waffenlieferungen sollten die gemäßigte, rechtmäßige Opposition erreichen und nicht extremistische Gruppen.

Der israelische Staatspräsident Schimon Peres sprach sich bei einem Interview mit euronews für eine Initiative der Arabischen Liga aus, um den Konflikt in Syrien beizulegen: “Syrien ist ein arabisches Land. Die Araber wissen besser darüber Bescheid, was dort vorgeht. Wir Übrigen sind Ausländer. Ich denke, die Arabische Liga sollte eine Übergangsregierung für ein oder zwei Jahre bilden. Und das sollte meiner Meinung nach von den Vereinten Nationen unterstützt werden.”

Das gesamte Interview mit Peres wird an diesem Dienstagabend bei euronews ausgestrahlt.