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Vatikan: Kardinäle bereiten Papstwahl vor

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Vatikan: Kardinäle bereiten Papstwahl vor

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Die Kardinäle der katholischen Kirche kommen heute (Montag/9.30 Uhr) zusammen, um die Wahl eines neuen Papstes vorzubereiten. Sie beraten auch über den Beginn des Konklaves. Nach dem historischen Rücktritt von Benedikt XVI. ist seit Donnerstag der Papststuhl leer – Sedisvakanz.

(Mehr als 200 Kardinäle waren am Freitag per Brief offiziell dazu aufgefordert worden, sich in Rom zu versammeln.

Den neuen Papst dürfen in der kommenden Woche in der Sixtinischen Kapelle 115 von ihnen wählen, die jünger sind als 80 Jahre – mit dabei auch Philippe Kardinal Barbarin aus Lyon.

Philippe Kardinal Barbarin, Lyon:

“Bei den Kardinälen findet man alle möglichen Eigenschaften, alle Charaktere, alle Temperamente. Sie entscheiden jetzt über den Nachfolger des Heiligen Petrus. Dieser Nachfolger Petri soll seine Brüder im Glauben stärken, er ist der Garant für ihre Einigkeit. Eine Herausforderung, ein Geheimnis, eigentlich übermenschlich.”

Fabien Farge, euronews:

“Die Kongregationen beginnen an diesem Montag ein paar Meter von hier, die Kardinäle finden sich ein wie Kardinal Barbarin aus Lyon. Eine riesige Erwartung baut sich auf in der gesamten katholischen Kirche, auch im Rest der Welt. All das lassen wir Sie ein paar Tage lang in Rom miterleben.”

Ganz oben auf der Tagesordnung dürfte das Management der Kirchenführung stehen – nach dem Vatileaks-Skandal im letzten Jahr mit Korruption und Rivalitäten in der Vatikan-Bürokratie. Die Kardinäle erwarten offenbar auch Informationen über einen geheimen Bericht an den Papst über die Probleme.

“Wir sollten über einige Dinge Bescheid wissen, über die wir nicht genug Informationen haben, wegen unserer Arbeit oder der Entfernung von Rom, sagte der “honduranische Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga.

Auch die Fälle von sexuellem Missbrauch sind längst noch nicht verarbeitet – auch wenn Kardinal Keith O’Brien nach Vorwürfen sein Amt als Erzbischof von Edinburgh letzte Woche niederlegte und nicht dabei ist.

Mit dpa, Reuters