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Straßenschlachten - Port Saïd in Angst vor harten Gerichtsurteilen

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Straßenschlachten - Port Saïd in Angst vor harten Gerichtsurteilen

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Bei Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei ist in der ägyptischen Stadt Port Saïd ein Regierungsgebäude in Flammen aufgegangen. Sechs Menschen starben seit Sonntag. Nach Angaben lokaler Medien wurden drei Polizisten von Schüssen getroffen.

Einem 16-jährigen Demonstranten wurde vom Dach eines Gebäudes aus ein Stein auf den Kopf geworfen – er starb. 553 Menschen mussten medizinisch versorgt werden, die meisten hatten sehr viel Tränengas eingeatmet.

In Port Saïd kracht es immer wieder, seit im Januar 21 Männer wegen tödlicher Fußballkrawalle vor gut einem Jahr zum Tode verurteilt wurden.

Nach einem Fußballspiel in Port Saïd waren im Februar 2012 im Stadion tausende Al-Masri-Fans auf die Anhänger von Al Ahly aus Kairo losgegangen. 79 Menschen kamen um. Nach den Todesurteilen zu Jahresbeginn 2013 starben bei Krawallen mit 27 Menschen.

Ahmed Zaki, Demonstrant:

“Wir wollten niemandem schaden. Es sind Agenten des Innenministeriums, Polizisten, oder irgendwelche Schläger, die immer mit der Gewalt anfangen.”

An den Straßenkämpfen waren viele Sympathisanten des lokalen Fußballvereins Al-Masri beteiligt. Tausende schlossen sich dem Trauerzug für getötete Zivilisten an.

In dem Verfahren um die Stadionkrawalle sollen am kommenden Samstag die Urteile über 52 weitere Angeklagte verkündet werden.

Mit dpa, Reuters