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Wer ist Peter Turkson?

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Wer ist Peter Turkson?

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Peter Turkson wurde 1948 in dem Dorf Wassa Nsuta in West-Ghana geboren. Er wuchs in einer Hütte mit zwei Zimmern auf, zusammen mit neun Brüdern und Schwestern. Turkson ist der Sohn eines katholischen Zimmermanns und einer methodistischen Mutter. Einer seiner Onkel war Moslem.

Die Leute im Ort erinnern sich an Turkson als einen aufgeweckten Jungen, der Gitarre spielte. Von ihrem bekannten Nachbarn sammelten sie später Fotos. Dieser aufgeweckte Junge entschied sich mit 13 Jahren gegen das College – und für das St. Teresa Priesterseminar im Dorf Amisano.

Turksons Leistungen waren ausgezeichnet und so wurde er in die USA geschickt. Im Bundesstaat New York, an der University of Albany, studierte er Philosophie und Theologie. 1975 wurde Turkson dann zum Priester geweiht und kehrte nach Ghana zurück, um in seinem ehemaligen Priesterseminar zu unterrichten.

“Wir jungen Priester wollten alle, dass er möglichst häufig predigt”, so Vater Odartey-Lamptey, der heute das Seminar leitet. Turkson wurde von Johannes Paul II. zum Erzbischof der ghanaischen Stadt Cape Coast ernannt. Das war im Jahr 1992. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz von Ghana wurde er dann bald ein wichtiger Führer der katholischen Kirche in Afrika.

Johannes Paul II. war es dann auch, der Turkson 2003 zum Kardinal ernannte. Der strikten Abtreibungsgegner war damit der erste Ghanaer überhaupt in diesem Amt. Er nahm 2005 auch am Konklave teil, bei dem Josef Ratzinger zum Papst gewählt wurde. Benedikt XVI. berief Turkson dann zum Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden.

Doch der 64-Jährige erntete auch Kritik. Etwa, als er Homosexualität als ein westliches Übel bezeichnete und mit Pädophilie gleichsetzte. Oder als er einem katholischen Europa mit sinkenden Geburtenraten eine drohende Islamisierung vorhersagte.