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Zehntausende säumen Trauerzug für Hugo Chávez

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Zehntausende säumen Trauerzug für Hugo Chávez

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Mit einem Gebet und dem Vaterunser begann in Venezuelas Hauptstadt der Trauerzug für Hugo Chávez. Vom Militärkrankenhaus, wo der Präsident des Landes im Alter von 58 Jahren seinem Krebsleiden erlegen war, wurde sein Sarg über eine rund zehn Kilometer lange Strecke zur Militärakademie gebracht. In der dortigen Kapelle werden die sterblichen Überreste von Chávez bis Freitag aufgebahrt sein, bis zur offiziellen Trauerfeier.

Jetzt säumten Zehntausende Menschen die Straßen in Caracas, viele zeigten sich schockiert vom Tod des Mannes, den viele als Vater der Nation bezeichneten.

Vize-Präsident Nicolas Maduro wird nun die Amtsgeschäfte übernehmen bis zu den anstehenden Neuwahlen, die laut der Verfassung in spätestens einem Monat stattfinden müssen. Chávez hatte den 50jährigen Maduro als Wunschnachfolger benannt.

Die venezolanische Regierung rief eine einwöchige Staatstrauer aus, bis zur Bestattung am Freitag fällt in Schulen und an den Universitäten des Landes der Unterricht aus. Noch ist nicht klar, wo genau Chavez bestattet wird, es mehren sich aber Stimmen, die fordern, er solle im National-Pantheon beigesetzt werden. Dort ruht auch der Freiheitskämpfer Simon Bolivar, in dessen Tradition sich Chavez selbst gesehen hatte.

Auch in anderen lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien, Bolivien und Kuba wurde eine mehrtägige offizielle Staatstrauer verhängt. Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro ließ wissen, Chavez sei wie ein Sohn für ihn gewesen.