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Schengenverhandlungen in Brüssel für Rumänien und Bulgarien

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Schengenverhandlungen in Brüssel für Rumänien und Bulgarien

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Die EU-Innenminister beraten in Brüssel über die Fortschritte Rumäniens und Bulgariens auf dem Weg zu einem Schengen-Beitritt. Da aber unter anderem Deutschland die Fortschritte der beiden Länder im Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität als unzureichend ansieht, wird keine Entscheidung getroffen.

Der rumänische Außenminister Titus Corlatean erklärte: “Wir verlangen eine Erklärung. Wo liegt das Problem? Wir erwarten, dass wir über die Hintergründe informiert werden, was da politisch dahintersteckt, warum wir nicht schengenreif sein sollten. Wir können eine Debatte darüber kaum abwarten.”

Auch Frankreich und die Niederlande haben Vorbehalte gegenüber einem Schengen-Beitritt Rumäniens und Bulgariens.

Bulgariens ehemaliger Außenminister Solomon Pasi sieht die Schuld bei Sofia: “Was Bulgarien angeht, so gilt wie bei allen Ländern, dass der Ruf eines Landes nur so gut ist wie der seines Regierungschef. Und der bulgarische Regierungschef genießt keine besondere Achtung bei seinen Kollegen innerhalb der Europäischen Union.”

Deutschlands Innenminister Hans-Peter Friedrich hat bereits ein deutsches Veto gegen den Beitritt der beiden Länder zum Schengen-Raum bekanntgegeben.