Eilmeldung

Eilmeldung

Venezuela weint um Hugo Chávez

Sie lesen gerade:

Venezuela weint um Hugo Chávez

Schriftgrösse Aa Aa

In Caracas, Venezuela, waren Zehntausende Chávez-Anhänger dabei, als der mit der Flagge Venezuelas bedeckte Sarg des “Comandante” Hugo Chávez vom Krankenhaus zur Militärakademie getragen wurde – auch der amtierende venezolanische Präsident Nicolás Maduro, Freund, Vertrauter und Nachfolger von Chávez. Er führt die Regierungsgeschäfte in Venezuela schon seit mehr als zwei Monaten.

Als Chávez nach sieben Stunden Trauerzug durch die Hauptstadt in der Militärakademie aufgebahrt wurde, waren auch prominente Gäste des Staatsbegräbnisses am kommenden Freitag schon eingetroffen, etwa die Präsidenten Argentiniens, Uruguays und Boliviens, Cristina Fernandez de Kirchner, José Mujica und Evo Morales.

Chávez hatte Venezuela 14 Jahre lang regiert.

Chávez-Anhängerin Maite Garcia :

“Das Erbe von Hugo Chávez? Er hat unser Land aufgeweckt, wir sind aufgewacht als Volk. Wir haben geschlafen, mitten im sozialen Unrecht.”

Chávist Erick Garotino:

“Er war ein außergewöhnlicher Mensch. Gott schickte ihn zu uns und wir tragen ihn für immer mit uns herum.”

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zog eine kritische Bilanz der Jahre unter Chávez. Sie seien geprägt gewesen durch “eine dramatische Machtkonzentration und eine offene Missachtung der Menschenrechte”.

Der Opposition, Journalisten und Menschenrechtlern seien grundlegende Rechte verweigert worden. Gerade in den letzten Jahren habe Chávez seine Macht genutzt, um Kritiker einzuschüchtern, zu zensieren und zu verfolgen.

Laut Verfassung stehen in Venezuela nun binnen 30 Tagen Neuwahlen an.

Mit Reuters, dpa