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Mit Schwert und Schwur: Trauerfeier für Hugo Chávez

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Mit Schwert und Schwur: Trauerfeier für Hugo Chávez

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Es war das Schwert des lateinamerikansichen Unabhängigkeitskämpfers Simon Bolivar, das Venezuelas Vizepräsident Nicolas Maduro auf den Sarg des verstorbenen Staatschefs Hugo Chávez legte. Das Schwert, ein Symbol der Macht in der Bolivarischen Republik Venezuela, deren Politik sich seit dem Amstantritt von Chávez 1999 ganz in der Tradition Bolivars sieht.

Der Trauerakt in der Militärakademie von Caracas begann eine Stunde später als angekündigt. Der Holzsarg, mit Blumen bedeckt, hat einen Glasdeckel, durch den der Verstorbene zu sehen ist. Chávez soll nun während der ausgerufenen siebentägigen Staatstrauer in der Militärakademie liegen, danach ist geplant, ihn einzubalsamieren. «Das Volk soll ihn wie Ho Tschi Minh, Lenin und Mao Tsetung ewig präsent haben können», sagte Vize-Präsident Maduro. Er schwor am Sarg ewige Loyalität Chávez und seiner Politik gegenüber.

Zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt nahmen an der Zeremonie teils. Unter ihnen Raúl Castro aus Kuba, Evo Morales aus Bolivien, Mahmud Ahmadinedschad aus dem Iran und Alexander Lukaschenko aus Weißrussland. Auch die Staatschefs von Ecuador, Uruguay, Honduras, Peru und Mexiko waren in die Hauptstadt Caracas gereist.

Die EU schickte vor Botschafter, aus Spanien war Kronprtinz Felipe da, die USA waren in Form einiger politischer Vertreter anwesend. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff und Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, die bei der Totenwache für Chávez dabei waren, waren schon vor der Trauerfeier wieder abgereist. Und auch der Präsident Kolumbiens machte sich schon etwas früher wieder auf den Heimweg.

Maduro sollte noch nach der Trauerfeier offiziell als Übergangs-Präsident vereidigt werden, das kündigte Parlamentspräsident Diosdado Cabello an. Chávez hatte den 50 Jahre alten ehemaligen Busfahrer und Gewerkschafter als Nachfolger auserkoren. Maduro war lange Zeit Außenminister Venezuelas, jetzt soll er bei den Neuwahlen in spätestens 30 Tagen als Spitzenkandidat der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) antreten.

Laut Presseberichten soll die staatliche Wahlkommission nun einen Zeitplan ausarbeiten, der Wahlgang wird einem Zeitungsbericht zufolge im April stattfinden, möglicherweise am 14., 21. oder 28. April.

Die Chávez-Gegner wollen ihren Kandidaten nächste Woche nach Ablauf der siebentägigen Staatstrauer nominieren, wie der Vertreter des venezolanischen Oppositionsbündnisses MUD in den USA, Pedro Mena, der Nachrichtenagentur dpa in Miami sagte. Erste Wahl sei der Gouverneur des Bundesstaates Miranda, Henrique Capriles Radonski. Der 40-Jährige hatte im Oktober die Präsidentenwahl gegen Chávez verloren. Auch Caracas’ Oberbürgermeister Antonio Ledezma komme infrage. «Es wäre ein Fehler zu glauben, der Chavismo sei mit Chávez’ Tod am Ende, vielmehr ist er quicklebendig», meinte Mena.

Chávez war am Dienstag im Alter von 58 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens gestorben. Er wurde in der Militärakademie aufgebahrt. Nach Angaben der Regierung machten sich zwei Millionen Venezolaner auf den Weg, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Vor der Akademie bildeten sich kilometerlange Schlangen. Durch eine Glasscheibe im Sarg können seine Anhänger einen letzten Blick auf den «Comandante» werfen. Er trägt eine Militäruniform und ein rotes Barett. Maduro kündigte an, dass die Menschen eine weitere Woche Gelegenheit haben werden, sich dort von ihm zu verabschieden. Nach der Einbalsamierung solle der gläserne Sarg im Militärmuseum aufgestellt werden.

mit dpa

  • Caracas: funeral of Hugo Chavez

    euronews / Luis Carballo

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