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Ägypten: Ultras wüten in Kairo

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Ägypten: Ultras wüten in Kairo

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Schwarze Rauchwolken standen am Samstag stundenlang über der ägyptischen Hauptstadt Kairo: Nach dem Urteil gegen die Beteiligten der Fußballkrawalle von Port Said wurde die Zentrale des ägyptischen Fußballverbands attackiert. Fußballfans griffen außerdem einen Klub für Polizeioffiziere mit Molotowcocktails an.

Bei den Ausschreitungen kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Die Fußballfans sind wütend über die ihrer Meinung nach zu milden Urteile gegen die Sicherheitskräfte, die bei den Ausschreitungen im Stadion tatenlos zugesehen hatten. Viele der damals Getöteten waren Anhänger des Kairoer Klubs Al-Ahli.

Die Fans in Kairo fühlten sich auch von einem Hubschrauber provoziert, der über dem Al-Ahli-Stadion kreiste. Die Fans hatten sich dort versammelt, um über das Urteil zu diskutieren. Ein Vertreter des Fußballverbands sagte, die Angreifer hätten Papiere verbrannt und Trophäen der Nationalmannschaft gestohlen.

“Mit wütenden Demonstrationen und brennenden Regierungsgebäuden wurde Kairo heute geweckt”, so der Euronews-Reporter. “Die Ausschreitungen hingen mit den jüngsten Urteilen zusammen. Die Entscheidung befriedigte Einige aber sie konnte den Ärger der Anderen nicht verhindern.”